aktuelle Pressestimmen zur 
Internationalen Klavierwoche
Presse 2002-03:

Rezensionen (Auszüge) von den Veranstaltungen

4. Kissinger Klavierzyklus Bad Kissingen, 06.-11. September 2003
15. Heidelberger Klavierwoche 02.-12. Januar 2003
3. Kissinger Klavierzyklus Bad Kissingen, 07.-12. September 2002
3. Internationale Klavierwoche in Neckargemünd, 23.-28. April 2002
14. Heidelberger Klavierwoche, 02.-12.Januar 2002

Rezensionen (Auszüge) vom 4. Kissinger Klavierzyklus
Bad Kissingen, 06.-11. September 2003
 

Elnara Ismailova:

"Doch am Anfang des Konzerts stand Beethoven mit der Sonate Nr. 18 auf dem Programm. Flüssig und leicht geriet das Allegro, kräftige Klangfarben beherrschten die durchlaufenden mit trockenen Staccato angereicherten Sechzehntel des Scherzos. … Ismailova spürte den Tönen nach, pointierte Sequenzen und zeigte so große Zusammenhänge auf." (Main-Post v. 08.09.03)

"Wo Elnara Ismailova auch in ihrem Element war, war in der 2. Sonate von Sergej Prokofieff … die energische Motivik und Rhythmik, seltsame, mitunter clowneske Phantasie, kamen der Pianistin außerordentlich entgegen." (Saale-Zeitung v. 09.09.03)

Luisa Fanti Zurkówskaja:

"Wer die 5. Beethoven-Sinfonie in der Klavierfassung von Franz Liszt spielt, muss gnadenlos perfekt sein. Luisa Fanti spielte mit wackerem Zugriff und meistens unbeirrbaren Tempi. Was man sich mitunter etwas mehr gewünscht hätte ? neben einem weicheren Anschlag der tran-skribierten Holzbläserstimmen, war eine deutlichere Lautstärkenvariation. … Die Weichheit hatte sie sich offenbar aufgespart für ihre 3 Zugaben von Chopin und Bach" (Saale-Zeitung v. 09.09.03)

Rüya Taner:

"Aber dann ging’s zur Sache mit Kodálys Marosseker Tänzen. Rüya Taner … meißelte die komplizierten Rhythmen in die Tasten, ohne sie zu brutalisieren, und hatte genügend Distanz, um sie auch plastisch zu gestalten. … Mit Vergnügen am Pathos wie an der virtuosen Wen-dung geendete Rüya Taner ihr Programm mit der Rumänischen Rhapsodie von Franz Liszt." (Saale-Zeitung v. 10.09.03)

Elisabeth Väth-Schadler:

"Ein Schubert voll vehementer Expressivität und ein Liszt mit erstaunlichen Farb-Nuancen: Elisabeth Väth-Schadler überzeugte. … Selten erklang Schuberts Romantik desillusionierter als in diesem Konzert ? und gerade eben deshalb authentisch. Zurückhaltend, wo es geboten war, dann wieder energisch zupackend gab Elisabeth Väth-Schadler eine Wanderer-Fantasie, die nichts Verstaubtes an sich hatte: stürmische Vierundsechzigstel-Läufe, ver-schmelzend rauschendes Dur und Moll im Hauptthema. … Das war nicht mehr harmloses 19. Jahrhundert, das war betörende Moderne. Kein Wunder, dass es nach den geradezu ge-hämmerten finalen Oktaven der Wanderer-Fantasie lang anhaltenden Applaus gab. (Main-Post v. 11.09.03)
 

Carlos Lama & Sofia Cabruja:

"… Sergej Rachmaninows 6 Morceaux … das ist eine Musik, die Kraft aushält, die so groß angelegt ist, dass kleine Gefühle ohnehin untergehen. Und de Fallas "Deux Danses Espagno-les" war dann wirklich ihre Musik. Da waren Sofia Cabruja und Carlos Lama angekommen." (Saale-Zeitung v. 13.09.03)

Viktor Valkov:

"Der 23-jährige Viktor Valkov aus Sofia war mit Abstand der jüngste Teilnehmer des 4. Kissin-ger Klavierzyklus, aber er war auch der beste. Er setzte mit seinem Klavierabend einen fulmi-nanten Schlusspunkt unter die Konzertreihe. … gleich drei Ungarische Rhapsodien und die Paraphrase über Bellinis "Norma", er zelebrierte sie technisch glänzend mit souveräner Bril-lanz, spielte zielsicher auf die Pointen, hielt die rhapsodischen Strukturen spannend zusam-men." (Saale-Zeitung v. 13.09.03)

"Mit vollgriffigen Akkorden trägt er das Marsch-Thema aus Bellinis Norma vor, das Franz Liszt in seiner Paraphrase zu einer Apotheose der Großen Oper verarbeitet hat. … Das Fortissimo bringt die Gipsbüsten Ludwigs II, die den Konzertflügel im Weißen Saal des Regentenbaus vor den goldgefassten Spiegeln flankieren, zum Erbeben. Dann erklingt der Schlussakkord. Nicht enden wollender Applaus." (Main-Post v. 13.09.03)

Wiesloch, im Oktober 2003
Heinrike Schaffernak
 

15. Heidelberger Klavierwoche Januar 2003:

Angelo Baranello:
"In seinem Liszt-Spiel … bestätigten sich die Eindrücke: Für die Poesie hat Baranello eine innige Ader." (RNZ v. 04.01.03)

Michal Szczepanski:
"… ein Chopin-Spezialist von beeindruckendem Format. … fesselte durch Stilsouveränität und Ausdrucksreife, die in seiner Generation alles andere als selbstverständlich sind. …die technische Geschliffenheit und strukturelle Intelligenz der einzelnen Werksdeutungen hatten ein selten hohes Niveau." (RNZ v. 08.01.03)

Joanna Drucks-Przybylska:
"Wenn eine Pianistin so einsatzfreudig mit dem Gespielten mitlebt, mit hellwacher Mimik und vollem Körpereinsatz auf die Regungen der Musik eingeht, dann wird das pralle Leben des Klingenden mit allen Sinnen spürbar. … Chopins Scherzo h-Moll bildete den furios loderden Konzertabschluß. Ja, diese Pianistin ist Feuer und Flamme …" (RNZ v. 08.01.03)

Roberto Domingos:
"Domingos zelebrierte diese unwiderstehlich romantisch tönenden Leckerbissen mit legerer Süffigkeit und machte so nachdrücklich klar, dass die Villa-Lobos-Begeisterung solcher Klaviergenies wie Artur Rubinstein oder Marc-André Hamelin kein Zufall ist." (RNZ v. 09.01.03)

Christoph Ewers:
"Kraftvoll in die Vollen ging Ewers bei den Phantasien op. 116 von Brahms, die Capricci mächtig aufgewühlt, peitschend und wuchtig tosend, zu virtuosem Exzess intensiviert, gleichfalls immer stark kontrolliert, mit souveränem Überblick agierend. Reife Lyrik eröffnete er in den Intermezzi, dabei schönsten Raum zur Reflexion bietend." (RNZ v. 09.01.03)

Manfred Reuthe:
"Reuthe ist ein Feingeist. Erlesen abgestuft waren die Valeurs und Timbrierungen in seinem Debussy-Spiel, von feinster Nuanciertheit und Klarheit. … Noble Attitüde verband Reuthe mitfeinster Anschlagskulturund Durchsicht, ohne etwas von dem Zauber des Geheimnisvollen preiszugeben." (RNZ v. 10.01.03)

Fabio Toscano:
"Debussys bedeutenden Zyklus "Estampes" konnte man sich kaum kultivierter und eleganter wünschen als in der auch atmosphärisch subtilen WiedergabeToscanos. …Noch überwältigender gerieten freilich die sechs in jeder Hinsicht programmkrönenden "Moments musicaux" op. 16 Rachmaninows. … eine vom Publikum zu Recht gefeierte Rachmaninow-Sternstunde." (RNZ v. 11.01.03)

Martin Tchiba:
"Bedingungslose Hingabe und Leidenschaft sind hier mit hellwacher Intelligenz gepaart. Tchibas Auftritt bei der Klavierwoche war ein höchst eindrucksvoller Höhepunkt dieser Veranstaltungsreihe." (RNZ v. 11.01.03)

Miguel Lecueder:
"In dem vier recht ausgedehnte Charakterstücke vereinenden "Ciclo brasileiro" von Villa-Lobos fand Miguel Lecueder … zu überzeugender pianistischer und interpretatorischer Form. Schön süffig kostete er die einschmeichelnd romantisch-folkloristische Tonsprache des brasilianischen Komponisten aus, bravourös schmiegsam meisterte er die orgiastischen Klangfluten der effektsicheren Virtuosennummern." (RNZ v. 13.01.03)

Elnara Ismailova:
"Die … Pianistin genügte schon mit ihrer geradezu exemplarisch spielfreudigen und geistreichen Darstellung der stilistisch besonders anspruchsvollen Beethoven-Sonate op. 31/3 höchsten Maßstäben. Ismailovas formbewusstes und klangsensibles Verständnis … war ein Quell reinen musikalischen Vergnügens. …Ravels "La Valse" … bietet nicht nur technisch heikelste Herausforderungen, denen sich Elnara Ismailova atemberaubend sicher gewachsen zeigte. Ihre mitreißend elegante und bestechend differenzierte Interpretation zeugte von enormer dramatischer Intelligenz und schiertraumwandlerischem Rubatogespür…" (RNZ v. 14.01.03)

Mateo Napoli:
"Manche Konzertabende fangen erst richtig an, wenn sie eigentlich schon zu Ende sind ? bei den Zugaben nämlich. Wer … nur die exquisiten Encores des Italieners gehört hätte, müsste von einem Schmankerlvirtuosen durchaus noblen und geschmackssicheren Zuschnitts sprechen." (RNZ v. 15.01.03)

Wiesloch, im Januar 2003
Heinrike Schaffernak
 

3. Internationale Klavierwoche Neckargemünd, April 2002
(Zusammenfassende Rezension der RNZ v. 16.05.02)

Luciano Lanfranchi:
"Nach dem Aufsehen erregenden Eröffnungskonzert des Genueser Pianisten war schnell deutlich, dass mit einigen außergewöhnlichen Konzertereignissen zu rechnen war …"

Cinzia Bartoli:
"Ihre Interpretation von Werken Beethovens, Debussys und Skrjabins dritter Sonate zeichnete sich durch eine poetische Klarheit, lichte Struktur und feine Noblesse aus."

Christoph Ewers:
"… präsentierte der Böblinger Pianist eine beeindruckend dichte Interpretation von Chopin und Debussy-Préludes.

Pietro Massa:
"… hatte sich diesmal ein virtuoses Programm ausgewählt, als dessen Höhepunkt ? neben Liszts Rigoletto-Paraphrase ? die Darbietung von Cesar Francks Prélude, Aria et Finale gelten darf."

Ana Queirós:
"Ihr Programm … streifte ein breites Spektrum pianistischer Ausdrucksvaleurs und erreichte mit der spektakulären Interpretation von Prokofjews dritter Sonate voll virtuoser Besessenheit ihren Höhepunkt."

Viktor Valkov:
"…bulgarisches Wunderkind und inzwischen 21 Jahre alt, präsentierte eine Musikdarbietung der Extraklasse. … Rachmaninows großartige d-Moll-Sonate ließ manches Gesicht im Publikum fassungslos umherschauen, ob es den anderen wohl genauso ginge mit der Empfindung einer atemberaubenden, ja berstenden Spannung."
 

3. Kissinger Klavierzyklus Bad Kissingen, September 2002:

Agatha Leimoni:
"Zupackende Wucht, kraftvolles Auftürmen der Klangmassen, die immer wieder in intime Szenen der Innerlichkeit zurückweichen: Hier gelangen der griechischen Pianistin gültige Interpretationen, die stets Raum für den religiösen Gehalt von Liszts farbenreichen Stücken ließen." (Main-Post v. 09.09.02)
"Die werke des Klavierlöwen Liszt hatten in Agatha Leimoni eine kompetente und leidenschaftliche Interpretin gefunden. Bei ihnen war sie in ihrem Element." (Saale-Ztg. v. 09.09.02)

Mark Swartzentruber:
"… mit einer gültigen Darstellung von … Werken von Robert Schumann. Hier konnte er romantische Empfindsamkeit und brillante Spielweise demonstrieren, für die er lange anhaltenden und herzlichen Beifall erntete." (Saale-Ztg. v. 10.09.02)

Andreas Henkel:
"Bei Liszts "Rhapsodie espagnoles" … er die offenen und verborgenen tänzerischen Aspekte dieses Werkes sehr schön zur Geltung brachte." (Saale-Ztg. v. 11.09.02)

Pilar Valero:
"Und der Abend wurde wirklich ein Genuss. …Erst nachdenklich und sehr kantabel, dann lebendig und mit wunderbar perlenden Läufen präsentierte Valero die Komposition von Mompou …" (Saale-Ztg. v. 13.09.02)

Moira Michelini:
"… war wohl ein Höhepunkt des Kissinger Klavierzyklus. …Ihr Spiel war gekennzeichnet von einer nahezu perfekten Technik, die aber nicht Selbstzweck war, sondern einer, wenn auch distanzierten, jedoch durchaus persönlich gefärbten Interpretation diente. …Moira Michelinis Spiel konnte wirklich genossen werden." (Saale-Ztg. v. 14.09.02)

Annie Giquel:
"Bei Chopin merkte man ihre eigene Begeisterung, die Pianistin schien mitzusingen und trotz der folkloristischen Farben dieser Stücke und ihres kräftigen Anschlags gelangen ihr besonders in den drei Mazurken weiche Legatobögen und elastische Überbindungen." (Saale-Ztg. v. 14.09.02)
 

14. Heidelberger Klavierwoche, Januar 2002:

Carlos Lama & Sofia Cabruja:
"Manuel de Fallas brillantes Arrangement zweier Tänze aus "La vida breve" geriet schließlich zum … echten Highlight des Abends ? funkelnd vital, rhythmisch elegant, agogisch nuanciert, farbensatt virtuos und atmosphärisch bezwingend stimmig." (RNZ v. 04.01.02)

Annie Giquel:
"Die … Künstlerin war eine der letzten Schülerinnen des legendären Pianistengenies Alfred Cortot und ist als solche heute eine der wenigen Bewahrerinnen großer nationaler Interpretationstradition. Aus dem unerschöpflich inspirierenden Fundus gewinnt sie kraft starker eigener Persönlichkeit eine stilistische Souveränität und Eloquenz in Sachen französischer Klaviermusik, die man auf deutschen Konzertpodien leider kaum mehr antrifft." (RNZ v. 05.01.02)

Rüya Taner:
"Großen Atem und reichen Ausdruck fand Rüya Taner für ihre Interpretation von César Francks "Prélude, Choral et Fugue". Tiefe Ruhe und innige Introspektion in den lyrischen Episoden brachte sie zu schönster Wirkung neben dem leidenschaftlich aufgewölbten Hauptthema, das sie grandios aufleuchten ließ." (RNZ v. 08.01.02)

Eva-Maria May:
Ihr … Auftritt konfrontierte mit einer mutig rubatobeseelten und immer wieder reizvoll rhapsodisch ausschweifenden Lesart des polnischen Komponisten (Chopin), deren keineswegs aufgesetzt-exzentrisch anmutende Vermeidung stromlinienförmiger Virtuosenglätte und strikte Bevorzugung individuell-expressiver Deklamatorik manche fast gefährlich vertraut scheinende Standardpièce wie neu hören ließ." (RNZ v. 09.01.02)

Cristina Esclapez:
"… deren pianistisch wie gestalterisch berückender Auftritt magische Ausdrucksregionen des Mompou'schen Kosmos zugänglich machte. Sowohl die anmutig illustrativen "Impressiones intimas" als auch die gesanglich extravaganteren "Préludes" und erst recht die beschwörend geheimnisvollen "Charmes" entfalteten im fulminant klangdelikaten und nuancenreichen Spiel der aparten Katalanin stille Beredsamkeit, farbenschillernde Sinnlichkeit par excellence …" (RNZ v. 11.01.02)

Aylin Aykan:
"… so konnte sie bei dem zentral platzierten Zyklus "Geschichten von vier antiken Städten" von Ucarsu gesteigerte rhapsodische Imaginationskraft walten lassen. Diese vier großformatigen … Klavierdichtungen waren der Höhepunkt des Programms." (RNZ v. 12.01.02)

Andreas Henkel:
"… ist ein mit allen Wassern gewaschener Virtuose. Mit gewaltig rauschenden Arabesken, hochschäumenden Oktaven und jäh herabstürzenden, vollgriffigen Katarakten gestaltete er dieses Werk (Liszts Variationen über "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen") packend, flammend, eruptiv." (RNZ v. 14.01.02)

Agatha Leimoni:
"Über ihr Liszt-Spiel konnte man nur noch staunen oder gleich ins Schwärmen geraten. Absolut perfekt ist ihr Vortrag und von einer ausgefeilten Klangkunst, wie man sie selten hört." (RNZ v. 17.01.02)
 

Zurück